Edelsteine als Lebensbegleiter

Steine begleiten mich schon ein ganzes Leben. Angefangen hat es damit, dass ich beim wandern als Kind Steine gesammelt habe. Meinen ersten Edelstein erhielt ich, als ich sechs Jahre alt war – ein Rosenquarz war es. Ich habe ihn immer noch und er liegt gerade neben mir. Seit jeher trage ich als Schmuck am liebsten Steine – ob als Kette oder Scheibe an einem Lederbändchen ist egal. Über die Jahre haben sich immer mehr Steine dazu gesellt. Inzwischen habe ich ein ganzes Sammelsurium, das ich jedoch beinahe vergessen habe. Erst vor kurzem habe ich meine Schätze wieder hervorgeholt.

 

Wie wirken Heilsteine?

Die Steinheilkunde ist, wie die Heilpflanzenkunde auch, ein Teil der traditionellen europäischen Naturheilkunde. Besonders Hildegard von Bingen hat die Steinheilkunde geprägt. Die Wirkung der Heilsteine wird heute meist über die Farben bzw. die Strahlennatur der Kristalle erklärt. Den einzelnen Edelsteinen wird sowohl eine Wirkung auf seelischer als auch auf körperlicher Ebene zugeschrieben. Wer sich hierfür interessiert, dem kann ich das Buch «Die Steinheilkunde – Ein Handbuch» von Michael Gienger erschienen im Verlag Neue Erde gut empfehlen.

 

Edelsteine gegen Stress – ein kleines Heilstein-Lexikon:

Chalzedon – Seelisch vermittelt der Chalzedon Leichtigkeit, ein unbeschwertes, beschwingtes Lebensgefühl mit einer optimistischen Grundstimmung. Chalzedon bringt Geist, Körper und Gefühl in Einklang.

Rauchquarz – Er ist der klassische «Anti-Stress-Stein», der langfristig auch die Neigung sich «stressen zu lassen», nimmt und die Stressresistenz steigert.

Serpentin – Seelisch gleicht Serpentin Stimmungsschwankungen aus, beruhigt bei Nervosität und Stress.

Tigerauge – Dieser Stein hilft sich von Stresssituationen weniger beeinflussen zu lassen. Er hilft in unüberschaubaren und komplizierten Situationen den Durchblick zu behalten.

Turmalin – Besonders der der Schörl leitet Spannungen ab, schützt vor negativen Gedanken und hilft bei Stress und Belastungen.

 

Wie verwende ich Heilsteine?

Es wird gesagt, dass durch Auflegen oder Tragen eines entsprechenden Heilsteins auf ein bestimmtes Körperteil oder Organ, dieses ausgeglichen, stimuliert oder beruhigt werden kann. Ich selbst trage die Steine am liebsten an einem Lederband um den Hals. Oder auch gerne mal als Armand. Zurzeit trage ich eine kleine Aquamarinscheibe als Fusskettelchen. Man kann die Steine auch zum energetisieren von Wasser verwenden. Dazu eignen sich besonders Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst und Zitrin.

Da Kristalle starke Schwingungen besitzen, können diese leicht auf Wasser übertragen werden. Man kann auch mit bestimmten Steinen, die man sich gezielt aussucht, sein eigenes Heilsteinwasser herstellen. Dazu gibt man den gesäuberten Stein in einen Glaskrug mit Quellwasser und stellt diesen für ein paar Stunden an die Sonne und trinkt dann das Wasser über den Tag verteilt.

 

Wie finde ich meinen Heilstein?

Ganz einfach, vertraue deinem Bauchgefühl, deiner Intuition!

Vor ein paar Tagen war ich zusammen mit meiner Freundin in meinem Lieblingssteinladen, den ich aber schon seit Jahren nicht mehr besucht habe. Als wir das Geschäft betraten, ist mir schnell eine rosa-braune Steinscheibe aufgefallen. Ich nahm sie in die Hände. Irgendwie war sie schön, und doch legte ich den Stein wieder zurück ins Gestell. Die Farbe war nichts Spezielles und mir zu langweilig. Ich drehte eine Runde im Laden auf der Suche nach meinem Stein. Es gab viele schöne Steine aber zu keinem fühlte ich mich richtig hingezogen. Schade dachte ich, denn ich habe mich schon über die Vorstellung gefreut, bald im Besitz eines neuen Steines zu sein. Dann kam ich wieder beim Eingang des Geschäfts vorbei und ich nahm wieder denselben rosa-braunen Stein in die Hand. Er fühlte sich warm, ruhig und gut an. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es dieser unspektakuläre Stein sein soll. Also fragte ich die Verkäuferin, was das denn für ein Stein sei. Mondstein meinte sie – was für ein spezieller Name. Und da wusste ich es definitiv, ja dieser Stein möchte ich in der nächsten Zeit um meinen Hals tragen. Zuhause habe ich sogleich meine Steinbücher hervorgeholt und die Bedeutung und Wirkung von Mondstein nachgelesen. Einen passenderen Stein hätte ich mir wohl nicht aussuchen können…

Mit dieser kleinen Geschichte, die ich erst kürzlich erlebt habe, möchte ich dich ermutigen deinen Stein intuitiv auszusuchen. Nimm den Stein, zu welchem du dich hingezogen fühlst, in die Hand und spüre ihn. Ist er kalt oder warm? Wie fühlst du dich? Möchtest du ihn in der Hand behalten oder am liebsten möglichst schnell wieder zurücklegen? Vielleicht gefällt dir auch die Beschreibung oder du bist vom Klang seines Namens angetan. Lass dich von deinem Bauchgefühl leiten und studieren nicht lange darüber nach ob die Farbe, sein Aussehen oder seine Wirkung passt.

 

Wie reinige und lade ich meine Edelsteine auf?

Die Heilsteine nehmen, besonders bei Kontakt mit der Haut und unserem Körper statische Ladungen auf. Deshalb sollten die Steine regelmässig entladen, gereinigt und wieder aufgeladen werden. Die Entladung der Steine ist simpel. Man hält diese wenige Minuten unter fliessendes Wasser. Um die entladenen Steine vollständig von Informationen zu befreien, sollten diese gereinigt werden. Die Reinigung kann durch zwei einfache Verfahren geschehen: Durch Auflegen auf eine Amethyst-Druse oder Einlegen in ein Glasschälchen, das von Himalaya- oder Meersalz umgeben ist. Ich selbst bevorzuge die erste Variante. Wichtig: Bringe die Steine niemals in direkten Kontakt mit Salz. Für Opale ist Salz beispielsweise der Tod. Auch solltest du beim entladen mit Wasser vorsichtig sein. Es gibt Steine, die unter Wasserkontakt anfangen zu rosten. Aufgeladen werden die Steine meist durch Sonnenlicht. Am geeignetsten ist der Zeitraum von Sonnenaufgang oder -untergang. Die starke Mittagsonne wirkt eher entladend.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken der Heilstein-Welt!